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Kondenswasserbildung

Mit Kondenswasserbildung ist gemeint, dass es bei auftretender Feuchtigkeit im Innenraum eines Cabrios  meist zu einer "Tropfenbildung" an der Unterseite des Verdeckstoffes, an den Spriegeln und/oder an der Heckscheibe kommt.

Das heißt dann jedoch nicht, dass das Verdeck an sich "undicht" oder wasserdurchlässig ist.
Der Effekt ist auch in einem Zelt zu beobachten, wenn sich morgens an der Unterseite innen Wassertropfen bilden.


Es gibt auch Fahrzeuge, welche schon länger wegen eines kaputten Verdeckes innen feucht sind und sich dann an der Unterseite des Verdeckstoffs Schimmel bildet.
Wenn ein solches Cabrio ein neues Verdeck bekommt, muss der Wagen auf jeden Fall zeitnah "trockengelegt" werden, denn sonst schimmelt das neue Verdeck auch sofort wieder.

Es ist schon passiert, dass Kunden nach der Montage eines neuen Verdeckbezuges diesen Zustand reklamieren und wollen ein weiteres neues Verdeck.

Deswegen weisen wir hier auf diese "physikalisch-biologischen" Umstände hin:


Cabrio-Konstruktionen wirken per se direkt als Wärme-/Kältebrücken.


Ganz besonders Typen ohne Dämmung und ohne Innenhimmel, sozusagen nacktem Gestänge, sind bei Wetter- und Temperaturwechel teils starker Kondenswasserbildung ausgesetzt (bei den Cabrios mit Innenhimmel/Zwischenpolster bleibt das Kondensat zwischen Himmel und Außenhaut, bzw. in der Polsterung - man sieht die Tropfen deshalb nicht).

Nachts feuchte Kälte und ab morgens Sonne ist ein besonders signifikanter Fall.
An der Heckscheibe INNEN und/oder am Dachspitzenspriegel (Frontspriegel) aus Metall stehen lauter Wasserperlen (extrem zu sehen beim Saab 900 I , bei dem dieser unverkleidete Spriegel mit den Jahren dadurch stark korrodiert).

Jeder, der schon einmal im Zelt übernachtet hat, wird das kennen.
Sind zusätzlich Tropfenbildung von innen an der Dachhaut zu erkennen (das sieht dann durchaus so aus, als würde es durch das Verdeck hindurch diffundieren), so ist es ein deutliches Zeichen von Wasser, welches sich bereits VORHER im Fahrzeug gesammelt hatte.

Irgendwann fing die Autoindustrie an und hat auch die Cabrios mit Teppichen ausgerüstet, genauer: Formteile als Teppichwannen.
Die können richtige Wasserfallen werden. Man sieht es so nicht, aber es ist darunter nass.
Ein Indiz dafür ist ein dezenter "Seeufer-Geruch".
Das Baby sollte dann dringlichst trocken gelegt werden!

Wenn Sie dann noch in einem kleinen Sportwagen sitzen, der wenig Luftmasse als Puffer in einem kleinen Innenraum hat, z.B. ein Porsche Boxster oder ein MX5, - die eigene Körperwärmestrahlung dazu, damit morgens losfahren -- und es dann auch noch zu regnen anfängt....es sieht aus, als käme der Regen geradewegs durch das Verdeck.
Zugegeben, ein überspitztes Szenario.

Aber in unterschiedlichen Abstufungen sind wir mit solchen Witterungslagen vor allem im Frühjahr und im Herbst, den so genannten Übergangszeiten, häufiger konfrontiert.

Das ist also Physik.

„Normale“ Autos sind dem übrigens auch ausgesetzt: Aber erstens Bauart bedingt in abgeschwächter Form und zweitens kommt niemand auf die Idee, das Wasser dringe durch das Dach/die Glasscheibe ein.




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