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Kappnaht

Folgend einige Argumente zur so genannten Kappnaht:

Im Anzeigentext eines Angebotes steht sinngemäß zu lesen:
Verdecke mit durchgesteppten Nähten seien minderwertige Qualität.
Diese schlechte Verarbeitung sei genau daran zu erkennen.

WAS IST DENN DAS???

Hiermit sei festgestellt:
Eine Ausrüstung mit einer Kappnaht ist DIE klassische, bewährte Methode, ein Verdeck in meisterlicher Handarbeit herzustellen.
Punkt.


Und das soll hier auf diese Art schlecht geredet werden?
Dann hätten Rolls Royce, Bentley, Aston Martin, Wiesmann... also immer schlechte Qualität ausgeliefert?
Woher auch immer diese Anbieter das haben, es fügt sich zu ihrem sonstigen irgendwo angelesenen Inhalten im Text, - aber man kann wohl gesichert davon ausgehen, dass die Urheber dieser Sätze selbst noch nie im Leben ein Verdeck genäht haben. Oder sie haben ihr „Wissen“ aus der ach so schlauen Monokultur-Industrie.
Nun ja, genug davon.
Gegen dummes Gerede helfen leider keine Pillen, sonst würde man die dem Trinkwasser beimengen.

Wichtig: Wenn es bei Kappnähten und/oder Durchsteppungen tatsächlich einmal undichte Stellen gibt, tritt das gleich auf, also nicht erst nach Ablauf der Gewährleistungspflicht. Dies lässt sich recht einfach und sicher beheben.
Wenn Feuchtigkeit in das Cabrio dringt – vorausgesetzt dass man bei dem entsprechenden Typ überhaupt den Anspruch auf Dichtheit erheben kann – dann liegt es in den allermeisten Fällen an Dichtungen/Passungen oder Kondenswasserbildung (siehe unten).

Bei „verschweißten“ Kappungen (soll heißen: verklebten, es wird idR. ein Klebeband/Schmelzkleber eingelegt/injiziert, welches/welcher beim Verarbeiten maschinell stark aufgeheizt werden) treten die Probleme mit der Undichtigkeit besonders gerne auf, - allerdings später, nach Ablauf der Garantie.
Auch aus diesem Grund ist diese Technik in der Industrie bevorzugt, obwohl sie unter dem Kriterium der Haltbarkeit/Nachhaltigkeit deutlich schlechter abschneidet.
Unsere Verdecke sind meistens mit Kappnähten ausgerüstet.
Das hat sehr gute technische Gründe!

Die Kappnaht wird mit einem speziellen Nahtdichter abgedichtet.
Dieser ist speziell rezeptiert für den Sonnenland-Stoff/Amann-Rasant-Fäden(!) und es gibt dieses Mittel schon seit den 50er Jahren!
Also eine wirklich erprobte und bewährte Methode.
Zugegeben: Von innen sieht es ein bisschen danach aus, als sei eine Schnecke der Naht entlang gekrochen. Wir sind dennoch der Überzeugung, dass die Vorteile dieser Verarbeitung gegenüber den so genannten
ge-/verschweißten Nähten weit überwiegen und das Quäntchen, was es an industriellem Finish fehlt – in einem meist ohnehin nach der Montage nicht sichtbarem Bereich – , bei weitem kompensiert.
Wir setzen inzwischen, wo es sinnvoll erscheint, zusätzlich eine Heißklebeband-Schweißmaschine ein.
Damit wird von unten ein spezielles Klebeband zusätzlich zu den Kappnähten aufgeklebt, welches auch gleichzeitig die Nähte versiegelt UND sehr sauber aussieht.
Porsche macht das und es funktioniert ohne Klagen, - da kann es so schlecht nicht sein.
Es fällt uns, - das sei hier zugegeben - sehr schwer, Dinge, die gut gelöst sind, zu verändern.
Es gibt schließlich noch so viele Sachen, die geändert gehören weil sie schlecht funktionieren.
Da ist das Hirnschmalz dann eindeutig besser aufgehoben.

Weil aber auch gilt, dass das Bessere das Gute schlägt, haben wir die Heißklebeband-Maschine angeschafft.
Das Band wird dabei ZUSÄTZLICH aufgebracht.
An der Kappnaht halten wir bei den meisten Verdecktypen in jedem Fall als Qualitätsmerkmal fest:
Bei Kappnähten wird die Nahtfahne der großen Stoffteile eines Verdeckes durch das Dach festgenäht. Das ist „einmal für immer“ fest – soll heißen: Für die gesamte Lebens-/Gebrauchsdauer des Verdeckes.
Genau darin besteht der große, nicht schlagbare Vorteil der Kappnaht:
Kein Verformen des Verdeckes (typisch: BMW E30, Türscheibe schlägt oben am Verdeck an, ...ff), keine Undichtigkeit, wenn sich die industriell oder auch manuell verklebte Kappung löst.
Und sie lösen sich ALLE nach drei bis sieben Jahren.

Es tauchen auch immer wieder industriell gefertigte, beziehungsweise von den großen Herstellern verbaute Verdeckserien mit Kappnähten auf:
Mercedes SL 107 BJ. 74, Alfa Spider ab Bj. 95, BMW Z3,.... .

Der einleuchtendste Grund, weshalb die Kappnaht nicht allgemeiner Qualitätsstandard ist:
So breitschultrige Näherinnen, die in den arbeitsteiligen Fertigungen einen ganzen Tag Kappnähte ziehen können, sind einfach zu selten.




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