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Kinematik & Prototypenbau

Wir möchten beratende und ausführende Tätigkeiten in diesem Bereich intensivieren.

Bislang wurden Fahrzeuge von Kunden bearbeitet, welche mit zum Teil sehr aufwändigen Umbauten Coupe´s in Cabrios verwandelt haben.
Im Falle eines BMW CS wurde sogar eine Kleinstserie daraus.
Auch für Käfer Speedster-Umbauten, Opel Manta II, Opel Calibra, Mercedes 126 SEC, Porsche 928 Speedster, Cadillac Eldorado und einem Porsche 911 Targa sind komplette Verdecksysteme von uns gebaut worden.
Wir haben dazu vorhandene Verdeckgestänge anderer Typen nach deren Eignung ausgesucht und angepasst, also „cross-dressing“ betrieben.

Bei einigen der Autos ging das ohne größere Modifikationen:
Der Opel Calibra erhielt das Audi 80-Gestänge: Es passte perfekt auch unter ästhetischen Gesichtspunkten mit minimalen Änderungen. Bei anderen mussten aber aufgrund zwingend erforderlicher Änderungen der Kinematik ganze Gestängekomponenten angefertigt werden und in Zusammenarbeit mit einem Karosseriebauer an das Fahrzeug angepasst werden (Mercedes 126 SEC).
Den 911er Targa habe ich 1979/80 umgebaut, also noch vor Erscheinen des SC-Cabrios in 1982. Der „Rohling“ war ein verunfallter 911 Softwindow-Targa Bj. 67, der in einem Graben auf dem Dach gelegen hatte.

Um es gleich zu sagen: Was jetzt kommt, würde ich heute mit SO einem Auto niemals mehr tun.
Aber damals waren diese Porsche nicht viel wert: Für DM 950,- stand er oben herum etwas krumm und unten herum etwas rostig im zur Werkstatt umgerüsteten Schuppen.
Die Porsche-Ersatzteile waren schon seinerzeit exorbitant teuer.
Der doch so massiv wirkende Targa-Bügel entpuppte sich als angeschraubt und eher filigran, sobald die Innenverkleidung entfernt war.
Von wegen Überschlagschutz!
Jedenfalls bekam der Porsche auch aus Kostengründen ein Alfa-Rundheck-Gestänge aus eigenen Beständen verpasst - mit einer Mischung aus Rest-Targa-Dach und dem Haltebügel des Softwindow-Gestänges.
Leider existieren keinerlei Bilder mehr von dem Porsche. Diese wurden durch einen Gebäude-Wasserschaden zerstört. Auch die Spur des 911er´s hat sich verloren, nachdem ich ihn 1981 verkaufte um mir einen Jaguar E-Type leisten zu können.
Der Umbau wurde allgemein als außerordentlich gelungen und „original“ aufgenommen – sowohl technisch als auch ästhetisch. Nachdem das Werkscabrio erschien, wurde ich noch Jahre danach auf den 911er angesprochen, gerade weil der Eigenbau besser gefiel. Mir selbst auch, das war jedoch angesichts der Ausführung des SC-Cabrios auch kein Kunststück.
Wir haben vor dem Hintergrund des für den 911er völlig unpassenden zweiteiligen Verdeckeckbezuges mit der originalen Flickenteppichoptik, den 993er Bezug, der die klassische 911er-Silhouette perfekt herausstellt, für die 911er ab Baujahr 1986 adaptiert (siehe Eigen- und Weiterentwicklungen).

Ein echtes Highlight ist der BMW CS, von dem zwischen 1989 und 1993 eine kleine Serie entstand. Die Idee stammte von Dipl.-Ing Jürgen Dreschel aus Karben, einem wirklich begabten Ingenieur, Techniker und meisterlichem Handwerker in Personalunion, von dem ich viel gelernt habe.
„Das schönste BMW-Cabrio, dass von BMW nie gebaut wurde“.
Unschwer zu sehen: Es wurde ein E30-Gestänge adaptiert.
Ohne in Einzelheiten zu gehen: Der Umbau ist viel aufwändiger, als es von den Fotos her zu vermuten wäre. Einige der CS haben ein elektromechanisches Gestänge vom BMW E30, was von Jürgen Dreschel schon damals, kurz nach dem Erscheinen dieses „permanent troublemakers“, überarbeitet und verfeinert worden ist. In den CS gibt es bis heute keinerlei Probleme damit, - bei den E30 kaum ein Cabrio ohne Probleme. Die seinerzeitigen Kommentare von Jürgen Dreschel über die (Fehl-)Leistungen der Kollegen sind mir noch im Gedächtnis, aber ich verkneife mir das hier.
Der 928er Porsche wurde ursprünglich bei Chris Hahn in HH zum Cabrio aufgeschnitten und dann später von einem begnadeten Karosseriebauer und Restaurator zum Speedster umgebaut.
Wir haben ein Alfa-Fastback-Verdeck angepasst. Das Ergebnis war und ist um Klassen besser und professioneller geworden als der erste 911er G-Modell-Speedster. Der ist die reinste Bastelbude dagegen. Jedenfalls war der 928 völlig dicht!

Diese Beispiele sollen dokumentieren, wie wir an so eine Sache herangehen. Im Kern stützen wir uns (soll heißen: Clemens Klein und Produktionsleiter A. Walter) auf unsere detaillierten Kenntnisse von mindestens 400 Verdeck-/ und Gestängetypen mit deren konstruktiven Merkmalen, Kinematik, Abdichttechnik,... .
Wir sind bis heute immer in der Lage gewesen, auch in einem relativ kurzen Zeitrahmen konzeptionelle Lösungen zu erarbeiten und diese ggf. als Einzelanfertigung fertigzustellen.
Das Ganze in ein CAD-Programm eingespeist kann weitere Möglichkeiten zur Optimierung dieses bereits funktionierenden Systems eröffnen!

Bitte lesen Sie auch unter Entwicklung & Konstruktion, was Sie von uns erwarten können.




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